Nationalpark Thayatal – mehr als „nur“ Natur

Manchmal braucht es für ein bisschen Seelenfrieden einfach einen Tag im Wald. Zum Beispiel jenen im Nationalpark Thayatal. Ich erzähle euch jetzt, was diesen Lebensraum so ganz besonders macht.

Das letzte Jahr war für den Nationalpark Thayatal ein Jubiläumsjahr – 25 Jahre Schutzgebiet. Und es war ein Rekordjahr. Mehr als 100.000 Menschen waren im kleinsten Nationalpark Österreichs unterwegs. 41.000 davon nutzten ganz bewusst die Angebote der Nationalparkverwaltung – von Exkursionen über Schulprojekte bis zu den Wildkatzen-Fütterungen mit Frieda und Carlo.

Über 7.000 Nächtigungen im Wildkatzen Camp und am Wohnmobilstellplatz – ein Plus von fast 16 Prozent. Auch Hardegg hat die 10.000er-Marke bei den Nächtigungen wieder überschritten. 10.631 Übernachtungen. Zweiter Platz im Retzer Land.

Das sind die Zahlen. Aber dahinter steckt natürlich mehr.

Dieser Nationalpark ist längst nicht nur ein geschütztes Naturgebiet. Er ist Argument für einen Ausflug. Er ist Grund, warum Menschen übers Wochenende bleiben, essen gehen, Wein kaufen, wiederkommen.

Und dann ist da noch der „Umlaufblick“.
Die neue Aussichtswarte bei Merkersdorf hat sich im Jubiläumsjahr zur echten Attraktion entwickelt. Wer oben steht und auf die Flussschleifen der Thaya schaut, versteht schnell, warum diese Landschaft so viele in ihren Bann zieht.

Was hier gelingt, ist nicht dem Zufall geschuldet. Der Nationalpark Thayatal-Podyjí funktioniert grenzüberschreitend. Natur hört nicht bei der Staatsgrenze auf – und die Menschen, die den Nationalpark besuchen wollen gibt es auf beiden Seiten der Grenze. Genau das macht diese Region stark.

Für 2026 liegt bereits das neue Besucherprogramm vor. Mehr als 50 Angebote stehen unter dem Motto „Unser wilder Wald – Lebensraum für Tier und Mensch“. Es geht um Wildkatzen, Schwarzstörche, Fledermäuse. Um Walderlebnisse, die entschleunigen. Um Natur, die nicht erklärt werden muss, sondern erlebt werden will.

Und genau darin liegt der Mehrwert für uns im Weinviertel:
Der Nationalpark bringt Menschen in die Region – und er zeigt, dass Naturschutz und regionale Entwicklung kein Widerspruch sind. Im Gegenteil.

Ein Wald allein macht noch keine Wertschöpfung.
Aber ein Wald, der geschätzt wird, sehr wohl.

Titelfoto: Astrid Bartl

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