Spätestens nach den tänzerischen Erfolgen von Tanz-Weltmeisterpaar Kathrin Menzinger & Vadim Garbuzov wusste auch der Rest von Österreich, dass das Weinviertel, insbesondere das Marchfeld ein guter Tanzboden ist, der erstklassige Tänzer hervorbringt.

Obersiebenbrunn/Bezirk Gänserndorf. Dazu zählt auch die Solo-Tänzerin Edita Hasani aus Obersiebenbrunn, die sich im Mai 2025 bei der Weltmeisterschaft in Georgien eine Top-Platzierung im Semifinale ertanzt hat. Mit dieser Leistung ist sie in der Weltrangliste auf den 13. Platz geklettert. Eine Glanzleistung, gemessen daran, dass mit ihr noch 119 weitere Solo-Damen aus der ganzen Welt am Start waren.

„Ich musste mich, da die WM und die Österreichische Meisterschaft an ein Wochenende gefallen sind, für ein Turnier entscheiden. Das war nicht einfach, aber eine klare Sache, denn die Ehre, Österreich international vertreten zu dürfen, wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen“, strahlt Edita. „Es war eine unvergleichliches WM-Turnier, die fantastische Stimmung im Publikum hat uns Tänzerinnen von Runde zu Runde getragen.
Bei solchen Sportveranstaltungen bin ich auch immer sehr auf die Hilfe und die Kooperationsbereitschaft meiner Eltern und der Schule angewiesen. Aber sie unterstützen meine Vorhaben immer bis zur letzten Sekunde
“, führt Edita weiter dankbar aus.
„Montags, nach der WM in Schwechat gelandet, bin ich direkt vom Flughafen ins Gymnasium Groß-Enzersdorf gefahren und hab da um 9 Uhr auch schon wieder die Schulbank gedrückt!“

Edita beginnt 2018 mit dem Tanzen.

Wer ist Edita?
Die junge Dame ist eine rasante Mischung aus einer Prise Marchfeld und ihren südamerikanisch-albanischen Wurzeln. Ein Tanztalent, das schon in der Volksschule zeigte, wie groß ihre Liebe zu diesem Sport ist.
2018 machte sie ihre ersten Tanzschritte, 2019 trat sie dem Tanzsportklub Titan-Marchfeld bei und half den Trainern eifrig dabei, anderen Kindern bei ihren ersten Tanzschritten zu helfen. Edita war damals schon ehrgeizig, wuchs ihren Tanzpartnern buchstäblich über den Kopf, was zur Folge hatte, dass in ihrer Altersklasse niemand mehr für sie zu finden war, schon gar niemanden, der das geforderte Trainingspensum der strebsamen Tänzerin mittragen konnte.
Ihr Motto: „Die Qualität deiner Ziele bestimmt die Qualität deiner Zukunft.“
Edita ging immer ins Tanztraining, egal ob alleine oder mit einem verfügbaren Tanzpartner. Sie bekam auch mit der Zeit ein gutes Gespür dafür, welche Trainer in welchem Trainingsstadium für sie richtig waren.
Sie ist die älteste Tochter des Ehepaares Hasani aus Obersiebenbrunn. Ihre Schwestern Violeta und Amera sind ebenfalls in Sachen Tanzsport aktiv, ebenso werden die Mädchen parallel dazu in Ballett unterrichtet.
Bruder Iliryan „tanzt“ noch aus der Reihe, spielt aber aktiv Fußball bei „SCO in Obersiebenbrunn“.

Edita bei ihren Showdance-Einlagen.

„Es ist mir sehr wichtig, meinen Kindern Durchhaltevermögen mitzugeben. Man wird nicht von heute auf morgen Profi, jeder Anfang ist schwer. Wichtig ist es, nicht aufzugeben. Auch ein Diamant wird lange geschliffen und poliert, bis sich sein schönster Glanz zeigt“, teilt uns Mama Lucia Hasani mit.

Edita der Familienmensch

Solo Tanz erklärt
Der wettkampfmäßige Turniertanz in Standard und Latein ist eine Sportart, die bis vor Kurzem nur paarweise ausgeübt werden durfte. Glücklicherweise ging man mit der Zeit, denn das klassische Ballroom-Tanzpaar „Dame und Herr“, ist in der geeigneten Klasse immer schwerer zu kombinieren.
2021 riefen findige Trainerinnen das Pilotprojekt des Solo-Tanzens, welches bereits international Verbreitung gefunden hatte, auch in Österreich auf den Plan. Damit war gesichert, Tänzerinnen und Tänzer nicht an eine andere Sportart zu verlieren und sie bis zu einer eventuellen Tanzpartnerschaft im Training zu halten.
Edita Hasani war von der ersten Minute an dabei und betreibt den Solo-Tanz mittlerweile schon vier Jahren auf nationalem wie auch internationalem Parkett. Die Weltmeisterschaft in Georgien war der Höhepunkt ihrer bisherigen Tanzkarriere.

Credits: Hasani/Courtier

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