20 Jahre „Modellbahnbau macht Schule“ – Jubiläumsausstellung begeistert Besucher
Titelbild: Christian Kainz (links), Christoph Lehner und Modellbahnbau-Schüler. Alle Fotos © Regina Courtier/Weinviertel-Remasuri
Die Jubiläumsausstellung „20 Jahre Modellbahnbau macht Schule“ an der NÖMS Wolkersdorf erwies sich als voller Erfolg. Bereits zur Eröffnung, die von großer Medienpräsenz begleitet wurde, zeichnete sich ab, dass das Interesse an diesem außergewöhnlichen Schulprojekt ungebrochen ist.
Der Besucherstrom riss bereits am ersten Ausstellungstag nicht ab – kein Wunder, denn das Modellbahnprojekt, Weinviertel-Remasuri berichtete bereits im Februar darüber, hat sich längst weit über die Bezirksgrenzen hinaus einen Namen gemacht.
Schon im Eingangsbereich wurden die Gäste auf das Thema eingestimmt: Sie betraten den „Bahnhof der NÖMS“. Das Geräusch ständig fahrende Züge sorgten für lebendige Atmosphäre, während das Modellbahn-Café die Besucher mit Speisen und Getränken versorgte.
Besonders bemerkenswert war die nachhaltige Gestaltung der „Bahnhofshalle“: 24 ausgemusterte Sitze eines ÖBB-Railjets der ersten Generation fanden im Schulfoyer eine neue Verwendung und luden zum Verweilen ein



Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Sonderschuldirektorin Claudia Kranzl, Direktorin Daniela Gaunersdorfer, Bürgermeister Dominic Litzka sowie die ÖBB-Vertreter Alina Stix und Christian Deutsch. Den Großteil der Besucher stellten jedoch Eltern, Verwandte, Eisenbahnfreunde und zahlreiche interessierte Familien aus dem gesamten Weinviertel.
Für besondere Begeisterung sorgte ein von der ÖBB zur Verfügung gestellter Bahnsimulator. Kinder und Jugendliche konnten selbst erleben, wie es sich anfühlt, einen Zug zu steuern, und dabei erste Einblicke in den Berufsalltag von Lokführerinnen und Lokführern gewinnen. Informationsmaterial zu Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei der ÖBB machte zudem neugierig auf mögliche berufliche Perspektiven.



Im Mittelpunkt der Ausstellung stand jedoch die große Kleinbahnanlage in der Sporthalle. Hier präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre selbst gestalteten Landschafts- und Bahnhofsmodule, die über Jahre hinweg entstanden sind. Mit beeindruckender Detailtreue, kreativen Ideen und technischen Raffinessen zeigten sie den Besuchern, wie moderner Modellbahnbetrieb funktioniert. Es zischte, klingelte und blinkte, Züge fuhren durch liebevoll gestaltete Landschaften, und zahlreiche digitale Effekte sorgten für staunende Gesichter.



Besonders beeindruckend war die technische Umsetzung. Unter den Ausstellungstischen verbarg sich ein regelrechtes „Kraftwerk“ aus Steuerungstechnik, Verkabelung und digitalen Komponenten. Viele Funktionen konnten per WLAN und Smartphone gesteuert werden. Die Schülerinnen und Schüler übernahmen dabei eine wichtige Aufgabe: Sie erklärten den Gästen nicht nur ihre Modelle, sondern demonstrierten auch die komplexen Abläufe des Bahnbetriebs und die dahinterstehende Technik.



Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, dass Modellbau längst kein Hobby ausschließlich für ältere Eisenbahnfreunde ist. Vielmehr eröffnet das Projekt jungen Menschen kreative und technische Betätigungsmöglichkeiten und vermittelt praktische Fähigkeiten in den Bereichen Planung, Handwerk, Elektronik und Digitalisierung.
Grundlage dieser Leistungsschau ist die unverbindliche Übung „Modellbahn-Modulbau“. Über zwei Schuljahre hinweg arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihren eigenen Landschaftsmodulen und entwickeln diese Schritt für Schritt weiter. Unterstützt werden sie dabei von einem engagierten Team aus Modellbau-Spezialisten, Mitgliedern der Schmalspur-Modulbaugruppe sowie aktiven und ehemaligen Lehrkräften.



Die Jubiläumsausstellung machte deutlich, warum „Modellbahnbau macht Schule“ seit nunmehr 20 Jahren erfolgreich ist: Hier verbinden sich Kreativität, Technik, Teamarbeit und Begeisterung zu einem Projekt, das Generationen von Schülerinnen und Schülern geprägt hat und auch in Zukunft viele junge Menschen für die Welt der Eisenbahn begeistern wird.
Information:
Die Jubiläumsausstellung läuft noch bis zum 31. Mai 2026!

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