Vertraute Orte neu entdeckt: Ein Tag im Marchfelder Schlösserreich

Titelfoto: Lindner

Wer im Marchfeld lebt, kennt sie natürlich: Schloss Hof, Schloss Eckartsau und Schloss Orth an der Donau. Auch ich verbringe dort immer wieder Zeit – oft gemeinsam mit meinen Kindern. Die weitläufigen Gärten von Schloss Hof, die Natur rund um Schloss Orth oder die besondere Atmosphäre von Schloss Eckartsau sind für uns beliebte Ausflugsziele direkt vor der Haustür.

Umso spannender war es für mich, das Marchfelder Schlösserreich bei einem Stakeholder-Event einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Einen Tag lang durften wir hinter die Kulissen blicken und erfahren, welche neuen Angebote die drei Schlösser künftig für Besucherinnen und Besucher bereithalten.

Schloss Hof: Mehr als ein Familienausflug

Schloss Hof ist für viele Familien ein beliebtes Ausflugsziel – auch für uns. Die Tiere am Gutshof, die weitläufigen Gärten und die wechselnden Ausstellungen sorgen dafür, dass es eigentlich nie langweilig wird.

Beim Besuch wurde aber deutlich, wie viel Geschichte in der Anlage steckt. Ab Juni können Besucherinnen und Besucher bei den neuen „Mittwoch im Schlösserreich“-Veranstaltungen noch tiefer eintauchen. Unter dem Titel „Blumenzier und Wasserspiele“ führt der Hofgärtner des Prinzen Eugen durch die Sonderausstellung „Verspielte Symmetrie“ und erzählt dabei nicht nur von Gartenkunst, sondern auch von den Geschichten hinter den Hecken des Barockgartens.

Schloss Eckartsau: Wo Geschichte ganz nah kommt

Schloss Eckartsau hat mich schon immer durch seine besondere Geschichte fasziniert. Hier verbrachte Kaiser Karl I. seine letzten Monate in Österreich, bevor er ins Exil ging.

Bei unserem Besuch wurde deutlich, dass sich hinter den repräsentativen Räumen noch viele verborgene Geschichten verbergen. Die neuen Sonderführungen führen Besucherinnen und Besucher auf Dachböden, in ehemalige Dienstbotenquartiere und in den historischen Eiskeller. Gerade dieser Ort vermittelt eindrucksvoll, wie das Leben in einem Schloss tatsächlich funktioniert hat – weit weg vom höfischen Glanz.

Dazu kommen regionale Wildspezialitäten und Waldbier, die das Erlebnis kulinarisch abrunden.

Schloss Orth: Natur zum Anfassen

Wenn wir mit den Kindern Schloss Orth besuchen, zieht es uns meist zuerst auf die Schlossinsel. Dort gibt es immer etwas zu entdecken, und die Verbindung zum Nationalpark Donau-Auen ist überall spürbar.

Beim Stakeholder-Event konnten wir die neue Ausstellung „Im Fluss“ kennenlernen, die die Besonderheiten der Au-Landschaft modern und interaktiv vermittelt. Besonders spannend fand ich, wie hier Naturwissen für alle Altersgruppen zugänglich gemacht wird.

Ein Höhepunkt der neuen Mittwochs-Veranstaltungen ist die Fütterung der Europäischen Sumpfschildkröten. Die seltenen Tiere leben bis heute im Nationalpark Donau-Auen und können dabei aus nächster Nähe beobachtet werden.

Neue Perspektiven auf bekannte Orte

Was ich von diesem Tag mitgenommen habe: Selbst Orte, die man zu kennen glaubt, können immer wieder überraschen. Die drei Schlösser erzählen völlig unterschiedliche Geschichten. Mal steht die barocke Pracht im Mittelpunkt, mal die bewegte Geschichte der Monarchie und mal die einzigartige Natur der Donau-Auen.

Mit dem neuen Format „Mittwoch im Schlösserreich“ werden genau diese besonderen Facetten sichtbar gemacht. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke, die bei einem gewöhnlichen Ausflug oft verborgen bleiben.

Und vielleicht ist genau das das Schönste an unserer Region: Dass es immer noch Neues zu entdecken gibt – selbst an Orten, die man schon viele Male besucht hat.

Informationen zu allen Terminen und Angeboten gibt es unter www.schloesserreich.at

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