490 Kinder auf Entdeckungsreise an der Donau: Danube Day im Nationalpark Donau-Auen machte Natur zum Erlebnis
Titelfoto: Gillmann
Warum sind Schotterbänke für manche Vogelarten überlebenswichtig? Was pasiert bei Hochwasser? Wie werden Störe geschützt? Und was macht man mit einer Messbootdrohne? Antworten auf diese und viele weitere Fragen fanden 490 Schülerinnen und Schüler aus Wien und Niederösterreich beim Danube Day 2026 im Nationalpark Donau-Auen.
Auf der Schlossinsel in Orth an der Donau wurde die Donau für einen Tag zum Klassenzimmer unter freiem Himmel. An zehn Erlebnisstationen konnten die Kinder spielerisch entdecken, warum Europas zweitlängster Fluss weit mehr ist als nur eine Wasserstraße.
„Es freut mich, so viele Kinder aus Wien und unserer Region bei uns im Nationalpark Donau-Auen zu Besuch zu haben. Hier können sie lernen, wie wichtig die Donau ist und einen Bezug zu diesem Lebensraum bekommen. Ich habe heute schon sehen dürfen, mit wie viel Begeisterung die Kinder bei den Stationen dabei sind. Die Mitmachstationen vermitteln auf spielerische Weise den Lebensraum Donau, von der Ökologie bis zu den technischen Themen“, sagte Nationalparkdirektorin Edith Klauser.



Lernen durch Ausprobieren
Der Danube Day wird jährlich rund um den 29. Juni gefeiert und macht in allen Donauländern auf die Bedeutung des Flusses aufmerksam. In Österreich stehen dabei vor allem Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt.
Die Schülerinnen und Schüler konnten an den unterschiedlichsten Stationen forschen, experimentieren und rätseln. Die Jugendplattform gen blue informierte über Hochwasser und dessen Auswirkungen, bei den Österreichischen Bundesforsten lernten die Kinder Amphibien kennen, während viadonau spannende Einblicke in moderne Messtechnik und den Kampf gegen Plastikmüll in der Donau bot.
Auch der Schutz bedrohter Tierarten spielte eine wichtige Rolle. Die Stadt Wien stellte ihr Störschutzprojekt „LIFE-Boat 4 Sturgeon“ vor, während der Nationalpark Donau-Auen zeigte, warum Schotterinseln für den Flussregenpfeifer lebenswichtig sind.



Die Donau verbindet
Unter dem diesjährigen Motto „Vereint durch die Donau“ stand die verbindende Kraft des Flusses im Mittelpunkt. Schließlich durchfließt die Donau zehn Länder und verbindet Menschen, Kulturen und Lebensräume wie kein anderer Fluss Europas.
Dass Naturschutz und Umweltbildung nicht trocken sein müssen, zeigte sich den ganzen Tag über. Mit viel Neugier arbeiteten sich die Kinder von Station zu Station und wurden am Ende mit einer Danube-Day-Goodie-Bag belohnt.
Ein besonderer Höhepunkt wartete zum Abschluss: Das Musikerduo „Die Donaupiraten“ sorgte mit einem Mitmachkonzert für beste Stimmung und brachte das Motto des Tages musikalisch auf den Punkt.



Natur erleben statt nur darüber lesen
Der Danube Day zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig direkte Naturerfahrungen für junge Menschen sind. Wer die Donau erlebt, Tiere beobachtet, Fragen stellen darf und selbst aktiv wird, entwickelt ein Verständnis für diesen einzigartigen Lebensraum.
Genau darum ging es auch in Orth an der Donau: Die nächste Generation für Natur, Wasser und Umwelt zu begeistern – und damit einen Beitrag zum Schutz der Donau von morgen zu leisten.



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