Vier kleine Störche, vier besondere Namen und eine Patenschaft, die zeigt: Hinter spannenden Thrillern steckt auch ein großes Herz für Tiere. Bestsellerautor Roman Klementovic hat in der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee die Patenschaft für vier Storchenküken übernommen – und ihnen gleich die Namen seiner Romanfiguren geschenkt.

Foto: Vier Pfoten

Dass Roman Klementovic Leserinnen und Leser mit seinen Thrillern regelmäßig in Atem hält, ist längst kein Geheimnis. Der Marchfelder Autor zählt zu den erfolgreichsten Krimischriftstellern Österreichs, und noch heuer wird einer seiner Romane mit prominenter Besetzung im ORF verfilmt. Nun schreibt er aber eine ganz andere Geschichte – eine über Naturschutz, Mitgefühl und vier neugierige Storchenküken.

Vier Jungstörche mit literarischen Namen

Im Rahmen einer kleinen Feier in der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee übernahm Klementovic die Patenschaft für die vier Jungtiere des Storchenpaares Leni und Toni. Gemeinsam mit Bürgermeister Roman Sigmund wurden die kleinen Störche offiziell auf die Namen Norbert, Patrick, Lisa und Nicole getauft – alles Figuren aus Klementovics Romanwelt, allen voran aus seinem im September erscheinenden Thriller IMMERKALT.

Schon bald werden die vier Jungstörche ihre ersten Ausflüge mit Storchenvater Toni unternehmen, auf den umliegenden Feldern nach Nahrung suchen und sich schließlich den wilden Artgenossen anschließen. Wenn alles gut geht, treten sie im Herbst ihre erste große Reise Richtung Afrika an.

Eine Herzensangelegenheit für den Marchfelder Autor

Obwohl Roman Klementovic heute in Wien lebt, ist seine Verbundenheit zum Marchfeld ungebrochen. Nicht ohne Grund spielen auch seine erfolgreiche IMMERSTILL-Trilogie und weitere Romane in der Region.

„Ich bin seit 30 Jahren Vegetarier, aber auch darüber hinaus ist mir der Tier- und Umweltschutz besonders wichtig. Ich freue mich daher sehr über die Patenschaft für die diesjährigen Storchenbabys“, sagt der Autor.

Auch Eva Rosenberg, Direktorin von VIER PFOTEN Österreich, freut sich über den prominenten Paten. Gemeinsam wolle man das Heranwachsen der Jungstörche begleiten und hoffen, dass sie schon bald den Weg in die Freiheit antreten können.

Der Weg nach Afrika steckt bereits in den Genen

Eine Frage wird in der EGS Haringsee besonders häufig gestellt: Wie finden Jungstörche eigentlich den Weg nach Afrika, wenn ihre Eltern – wie Leni und Toni – gar nicht fliegen können?

Die Antwort liefert Stationsleiter Dr. Hans Frey: Junge Störche orientieren sich nicht an ihren Eltern. Sie verfügen über einen angeborenen Orientierungssinn und brechen sogar meist früher Richtung Süden auf als ihre Eltern. Faszinierend ist allerdings auch: Verpasst ein Jungstorch seine erste Zugreise, etwa aufgrund einer Verletzung, bleibt er häufig dauerhaft in Mitteleuropa und zieht später nicht mehr nach Afrika.

Eine besondere Liebesgeschichte mit Happy End

Auch die Geschichte von Storchenmama Leni und Storchenpapa Toni berührt.

Leni wurde 2017 schwer verletzt nahe Marchegg gefunden und konnte aufgrund einer Flügelverletzung nie wieder fliegen. Toni erlitt ein ähnliches Schicksal: Nach einer Verletzung musste auch bei ihm ein Teil des Flügels amputiert werden. Beide fanden in der EGS Haringsee ein dauerhaftes Zuhause – und einander.

Heute sind sie stolze Eltern von vier gesunden Jungstörchen und beweisen eindrucksvoll, dass auch Tiere mit Handicap ein glückliches Familienleben führen können.

Einzigartige Hilfe für Wildtiere

Die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee zählt zu den wichtigsten Wildtierstationen Österreichs. Allein im Jahr 2025 wurden dort 2.026 Tiere versorgt. Besonders einzigartig ist die Aufzucht junger Eulen und Greifvögel: Sie wachsen – wann immer möglich – bei Ammeneltern derselben Art auf und nicht in menschlicher Hand. Dadurch können rund 90 Prozent der Tiere wieder erfolgreich ausgewildert werden.

Neben Greifvögeln und Eulen werden in Haringsee auch Igel, Eichhörnchen, Feldhasen, Fischotter und viele weitere Wildtiere gepflegt und – sobald sie fit genug sind – wieder in die Freiheit entlassen.

Mit der Patenschaft von Roman Klementovic bekommen nun auch Norbert, Patrick, Lisa und Nicole beste Voraussetzungen für ihren Start ins Leben. Bleibt nur zu hoffen, dass die vier kleinen Störche im Herbst ihre erste große Reise erfolgreich antreten – und irgendwann vielleicht selbst als Eltern nach Haringsee zurückkehren.

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